Thonet Stil – die zeitlose Erfolgsgeschichte eines Möbelstücks
Revolution, Konvention und ein bedeutendes Leitbild, so lautet die Repräsentation von Thonet. Ein Stil, der über Jahrzehnte Geschichte in der Welt des Einrichtens schreibt. Wie sich der Thonet Stil immer wieder neu erfunden – und sich dennoch weiterhin treu geblieben ist, erfahren Sie hier.

Falls Sie beispielsweise noch keine Bekanntschaft mit dem berühmten Wiener Kaffeehausstuhl von Thonet gemacht haben, werden Sie es jetzt tun! Denn dieser wird nach wie vor noch als bequeme Sitzgelegenheit produziert. Er ist auch überall einsetzbar. Denn er glänzt nicht nur im luftigen Cafe, sondern auch im Eigenheim. Ein zeitloses Möbelstück, der für jede Ästhetik, jede Generation und für jeden Geldbeutel zur Verfügung steht.
Es handelt sich hierbei jedoch nicht nur um einen einfachen Stuhl, sondern um den Schlüssel zum Erfolg in der Thonet-Geschichte.
Doch woher stammt eigentlich dieser sog. Thonet Stil?
Den sog. Thonet Stil haben wir Michael Thonet zu verdanken. Diesem gelang es nämlich Mitte des 19. Jahrhunderts Stühle industriell anzufertigen. Dies wurde ihm durch eine selbstentwickelte Technologie ermöglicht, bei der man massives Buchenholz biegen und somit einen Meilenstein in der Industriewelt setzen konnte.

Nun stellen Sie sich wahrscheinlich die Frage: Wer war Michael Thonet genau?
Michael Thonet wurde am 2. Juli 1796 in Boppard geboren und starb am 3. März 1871 in Wien. Er war ein deutsch-österreichischer Tischlermeister und Gründer der Thonet Bugholzmöbel-Fabrik aus Wien.
Nachdem Thonet einer Tischlerlehre nachgegangen war, machte er sich 1819 als Möbel- und Bautischler selbstständig. Außerdem wurde Thonets Arbeit sehr geschätzt und schnell populär. Um 1830 versuchte Thonet, aus gebogenen Holzleisten Möbel herzustellen. 6 Jahre später hatte er dann endlich mit dem sog. Schichtholzstuhl seinen ersten Erfolg.
Im Jahre 1841 machte Thonet in Koblenz die Bekanntschaft mit dem Fürst Klemens Wenzel Lothar von Metternich, der sich an Thonets Möbeln begeisterte und ihn zu sich an den kaiserlichen Hof nach Wien einlud. Dieser nahm die Einladung an und begann schon kurz darauf seine Möbel dem Kaiserhaus vorzustellen, bis er schließlich 1842 ganz mit seiner Familie nach Wien auswandert. 1849 gründete Michael Thonet seine Firma Gebrüder Thonet.
Nach seinem Tod wuchs das Unternehmen und die Bugholzmöbelindustrie weiter. Dank Thonet, wurde eine neue, bedeutsame Industrie geschaffen – der Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.
Merkmale des Thonet Stil – die Bugholztechnik
Die Technik, gedämpftes Holz zu biegen, ist bereits weit in die Vergangenheit zurückzuführen. Thonet hat, wie Sie nun wissen, zu Beginn seines Arbeitslebens als Schreiner die Möglichkeiten des gebogenen Holzes erkundet. Thonets Ästhetik, welche aus seiner Hingabe zu einer besonderen Verarbeitungstechnik entstanden war, zeigt dem Möbelstück zeitlos neue Wege, die bis heute noch nutzbringend sind.
Aber was hat es mit der Technik, die Thonet für seine Produktion nutzte, auf sich? Wir stellen Ihnen die berüchtigte Bugholztechnik und dessen Merkmale vor.
Thonet gewann durch das Biegen, also durch das Verformen des starren Holzes, eine spezielle Schwingung, die einst viele Tischler vor ihm, durch Sägen oder Schnitzen anstrebten aber dabei scheiterten. Die Vorteile dieser sog. Bugholztechnik waren hauptsächlich, trotz niedriger Kosten eine industrielle Massenfertigung, sowie ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, wie z.B. Weniger Holzabfälle. Hinzufügend gab es eine kurze Produktionszeit und die hergestellten Produkte hatten weniger Gewicht, sodass der Transport einfacher war.
Aber auch der niedrige Verkaufspreis, die Langlebigkeit und Formschönheit durch elegante Schwünge, waren eindeutige Vorteile bei der Bugholztechnik. Dabei zählte dennoch nicht nur die optische Schönheit bzw. Klarheit der Stühle, sondern ebenso dessen Originalität.
Allerdings stieß Thonet mit seinem eher modernen Ansatz, auf einen verschwenderischen und handwerklich aufwändigen Stil seiner damaligen Mitmenschen.
Und das Biegen an sich brachte auch Probleme mit sich, da das Holz auf Druck belastet wird, wodurch die Gefahr bestand, dass das Holz brechen und knicken könnte.
Erst durch mehrstündiges Bedampfen mit sehr heißem Wasserdampf, schaffte man es, das Holz flexibel genug zu machen, sodass es auch in Biegeschablonen aus Eisen passte und seine Form auch noch im trockenen Zustand behielt. Bei derartigen Versuchen erwies sich besonders die Rotbuche als ideal. Denn das Holz der Rotbuche ist unabhängig vom Alter stets flexibel und stabil genug. Außerdem ist sie in Europa weit verbreitet und überall zu finden.

Thonet Möbel – wir bringen Ihnen den Thonet Stil nach Hause
Jetzt wo Sie mehr über die Erfolgsgeschichte und Eigenschaften des Thonet Stils erfahren haben, weisen wir Sie gerne daraufhin, dass die feinsten Thonet Möbel in allen Formen und Farben, wie beispielsweise unser Bentwood Thonet Buchenholzstuhl oder unser Schaukelstuhl aus Bugholz mit Wiener Geflecht im Thonet Stil, in unserem Bestand sind.
Demnach scheuen Sie sich nicht, Ihr Zuhause mit eleganten und klaren Thonet Möbeln zu verschönern und Ihren vier Wänden somit, das gewisse Etwas zu verleihen. Deshalb legen wir Ihnen gerne ans Herz, unsere antiken Thonet Möbel in unserem Shop zu durchstöbern. Also lassen Sie sich fallen und vom Charme des zeitlosen Thonet Stils verwöhnen.
Sollten Sie sich noch unschlüssig bei der Auswahl sein oder haben Fragen, kontaktieren Sie uns. Wir von Morris helfen Ihnen gerne weiter!
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